Durch seine zahlreichen Publikationen und Übersetzungen wissenschaftlicher Werke
gewann Hahnemann Anerkennung in medizinischen Fachkreisen.
In den folgenden Jahrzehnten erforschte und dokumentierte er akribisch die Wirkungen der Arzneimittel. Bei diesen Arzneimittelprüfungen wurde Hahnemann von seiner Familie und seinen Schülern unterstützt.
Die Ergebnisse dieser Untersuchungen waren die Grundlage für sein zuerst
1810 veröffentlichtes "Organon der rationalen Heilkunde", das ein Standardwerk für
homöopathische Ärzte geblieben ist.
Bei seinen Forschungen erkannte Hahnemann später, daß kleinste Arzneigaben oftmals eine viel stärkere Wirkung besaßen als große.
Aus diesen Beobachtungen entwickelte er das Prinzip der potenzierten, durch Verdünnung wirksamen Heilmittel, das bis heute in der homöopathischen Therapie angewandt wird.
Als im Jahre 1831 die erste große Cholera-Epidemie in Europa ausbrach, standen die
damaligen Ärzte dieser Katastrophe machtlos gegenüber. Die herkömmlichen Therapien mit
Aderlassen und Abführmitteln gefährdeten die Patienten mehr als sie ihnen halfen.
Die homöopathische Cholera-Behandlung dagegen erzielte beachtliche Erfolge, dies verschaffte der neuen Heilkunde Ansehen in der Bevölkerung und half ihr bei der Überwindung bürokratischer Hindernisse und Verbote.
1835 heiratete der Witwer Samuel Hahnemann die 45 Jahre jüngere Französin Melanie
d'Hervilly und gründete mit ihr in Paris eine international geschätzte Praxis, die viele
berühmte Künstler und Mitglieder europäischer Adelshäuser aufsuchten.
Am 2.Juli 1843 starb Samuel Hahnemann in Paris.
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